

Erlebnispfad - Industriekultur
(roter Weg) 2,75km
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Reissuppe, Ochsenfleisch und Bergbier
Der Bergfestplatz war Ort vieler ausgelassener Bergmännischer Feiern. Unter den Kronendächern der in Reih
und Glied stehenden Kastanienbäume versammelten sich beim Bergfest die Bergleute mit ihren Familien.
An langen Tisch und Bankreihen wurde regelrecht "gevöllt".
Traditionnell gab es Reissuppe,
Ochsenfleisch und Bergbier. Umgangssprachlich galten die Bergfeste als "Wambefeschde".
Die Bezeichnung brachte zum Ausdruck, dass dem Bauch - der Wambe - bei diesem Fest viel Gutes widerfuhr.
Gesellschaftlicher Höhepunkt
Das Bergfest war für die Bergleute der gesellschaftliche Höhepunkt des Jahres.
Zum Programm gehörten der Berggottesdienst, eine Bergparade und selbstversändlich die Bergmusik.
Die Bergfeste förderten das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Kameradschaft,
die Bergleute wurden so zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengeschweißt.
Für Außenstehende waren die Bergfeste ein sichtbares Zeichen für den Stolz es Bergmannstandes.
Seltenes Zeugnis
Der Bergfestplatz am Brennenden Berg ist ein mittlerweile selten gewordenes Zeugnis der ehemals reichen bergmännischen Festkultur.
Ein historischer Bergfestplatz vergleichbarer Größe hat sich im Saarrevier sonst nur noch in Neunkirchen-Heinitz erhalten.