

Erlebnispfad - Industriekultur
(roter Weg) 2,75km
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Wildes Kohlengraben
Pingen sind Relikte eines frühen Bergbaus.
Im Saarkohlenwald und auch am Brennenden Berg stehen die kohlenführenden Schichten der
karbonen Lagerstätte, die so genannten Flöze, oberflächennah an, an vielen Stellen
streichen sie gar an der Erdoberfläche aus.
Mit Feldhacke und Spaten
Schon im späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit gruben die Menschen mit einfachsten Werkzeugen
nach der Kohle. Dieses war jedoch kein kunstgerechter Bergbau. Vielmehr handelte es sich um ein wildes
Kohlegraben am Flözausgehenden.
Hohlformen und kleine Abraumhalden
Durch das Graben an den Abbaupunkten entstanden vielgestaltige Hohlformen.
Sie werden als Pingen bezeichnet. Kleine Abraumhalden begleiten die runden, ovalen oder
grabenförmigen Kohlelöcher.
Begrenzte Möglichkeiten
Der Abbau der Flöze erfolgte so lange, wie es die verfügbaren, sehr einfachen technischen Mittel zuließen.
Lief die Pinge voll Wasser oder wurde das Abgraben zu schwierig oder gefährlich,
musste der Abbau eingestellt werden.
Schwierige Zeiten überbrücken
In den Notjahren der beiden Weltkriege und in den Nachkriegsjahren erinnerten sich die Menschen wieder des
wilden Kohlegrabens . Entsprechend zogen sie wie Ihre Vorfahren in den Wald und gewannen nach der überlieferten
Abbaumethode ihren Hausbrand.