

Erlebnispfad - Industriekultur
(roter Weg) 2,75km
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Gründe des Brandes
Historischen Quellen zu Folge ist bereits 1688 ein Kohlenflöz im Brennenden Berg in Brand geraten.
Ursprünglich wurden Hirten, die in der Nähe des Flözes ein Feuer entfacht hatten, für
den Brand verantwortlich gemacht.
Wahrscheinlicher ist jedoch, dass das Flöz im Zuge der bergbaulichen
Arbeiten durch das offene Feuer einer Grubenlampe entzündet worden ist.
Feuer außer Kontrolle
Anfängliche Löschversuche mit Wasser verpufften wirkungslos.
Auch eine eilig errichtete Brandmauer zum Schutz der übrigen Lagerstätte konnte den Brand nicht aufhalten.
Spätere Versuche das Feuer zu lenken und in Gang zu halten, erwiesen sich ebenfalls als erfolglos.
Alaunhaltige Tonschiefer
Der im Boden reichlich vorhandene Tonschiefer mit seinen kohligen Bestandteilen wurde durch den Brand einem
Röstungsprozess unterworfen. Die Grundlage zur Alaungewinnung war gegeben.
Durch Regengüsse, Grundwasser und später durch an Ort und Stelle geleitetes Wasser wurde der Schiefer
ausgelaugt.
In nahe gelegenen Alaunhütten gewann man aus der Lauge Kaliumalaun und Eisenvitriol.
Diese Produkte bildeten wertvolle Grundstoffe für die Medizin, zur Papierherstellung, für die Gerberei und als Beize zum
Färben von Textilien (Wäscheblau; Preußisch-Blau). Bereits 1691 war eine landesherrliche Konzession für die
Alaungewinnung erteilt worden.
Zeitweise arbeiteten in Dudweiler und Sulzbach drei Alaunhütten, bis zur Mitte des
19. Jahrhunderts die Schieferbestände im Wesentlichen erschöpft waren. Bis zum heutigen Tag sind die durch den
Brand gefritteten, pyritreichen Schiefertone des Westfal C (Sulzbacher Schichten) in den Wänden der Schlucht zu sehen.