

Erlebnispfad - Wald
(grüner Weg) 4,3km
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Die Eibe ist ein kleiner bis mittelgroßer, außerordentlich langsam wachsender Baum, der ausgewachsen
selten höher als 12 m wird. Eiben können sehr alt werden. 1000 Jahre und mehr sind keine Seltenheit.
Als ausgesprochene Schattholzart wächst sie bevorzugt im Unterstand von Laub- und Nadelwäldern.
Sie kann als einziger Nadelbaum Stockausschläge bilden und durch Stecklinge vermehrt werden.
Eiben sind zweihäusig. Männliche und weibliche Blüten wachsen an verschiedenen Bäumen.
Ein auffallend scharlachroter, becherartiger Samenmantel umhüllt die nussähnlichen Samen (Scheinbeeren).
Die Nadeln sind zweigescheitelt angeordnet; nur an den aufrechtstehenden Langtrieben sitzen sie
spiralförmig um den Zweig. Auf der Oberseite sind sie glänzend dunkelgrün,
die Unterseite weist zwei gelblich-grüne Längsstreifen auf.
Selten in freier Natur
Die Eibe gehört zum natürlichen Waldbild Mitteleuropas.
Zahlreiche Ortsbezeichnungen erinnern daran, dass die Eibe früher weit verbreitet war.
Heute sind wildwachsende Eiben sehr selten und stehen in der Regel unter Naturschutz.
In Gärten und Parks sind Eiben beliebte Gehölze,
die oft zu kunstvollen Skulpturen geschnitten und gezogen werden.
Vorsicht giftig!
Fast alle Bestandteile der Eibe enthalten das giftige Taxin (eine Mischung aus Alkaloiden).
Die einzige Ausnahme ist der auffallend rote, fleischige Samenmantel.
Taxin verursacht bei Menschen und Haustieren Magen-Darm-Kartarrhe, Atemlähmung und Herzstillstand.
Rehen und Vögeln dagegen macht der Genuss der Eibe nichts aus.
Julius Cäsar glaubte, dass die Germanen ihre Pfeile mit dem Saft der Eibe vergifteten um ihn zu töten.
Deutsches Ebenholz
Eibenholz lässt sich spiegelglatt bearbeiten und ausgezeichnet schwarz beizen.
Von daher stammt auch die Bezeichnung deutsches Ebenholz .
Früher wurde das Holz auch gerne zum Bau von Bögen und Armbrüsten verwendet.
Der auffallend scharlachrote Samenmantel umhüllt die nussähnlichen Samen die männlichen
Blüten der Eibe