

Erlebnispfad - Wald
(grüner Weg) 4,3km
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Langsam absterbende Waldriesen, vom Wind geworfene Altbäume, durch Sturm abgebrochene Kronenäste,
stehende und liegende abgestorbene Bäume, Sträucher und Äste sind ein wichtiger
Bestandteil des natürlichen Waldes.
Totholz entsteht
durch Sturm, Feuer, Blitzeinschläge, Insekten und andere Schädlinge, das Konkurrenzverhalten und
dadurch verursachte Absterbeprozesse der Bäume, den natürlichen Alterstod von Bäumen aber auch,
wenn nach einem Holzhieb Holzreste auf der Fläche verbleiben.
Lebensraum unzähliger Tier- und Pflanzenarten
Totholz und das Holz absterbender Bäume und Sträucher bildet die Lebensgrundlage für
ca. 1.300 Käfer- und 1.500 Großpilzarten allein in Mitteleuropa.
Zwei Drittel aller einheimischen Fledermausarten benötigen Baumhöhlen als Sommer- oder
Überwinterungsquartiere.
Gefährdete Vogelarten wie Eulen, Spechte und Hohltaube sind als
Höhlenbrüter auf Nistmöglichkeiten in Baumhöhlen angewiesen.
Pilze sorgen für Nährstoffe
Pilze (Destruenten) sind die Schlüsselorganismen der Nährstoffkreisläufe im Wald.
Sie zerlegen die Biomasse in ihre Bestandteile.
Der Prozess wird als Mineralisierung bezeichnet und sichert
so einen steten Nachschub an Nährstoffen.
Wichtiger Düngerproduzent
Ein Festmeter Buchenholz enthält beispielsweise ca. 1,5 kg Kalium, Magnesium und Kalzium.
Das verrottende Totholz ist somit ein wertvoller Dünger für den Waldboden.
Das Saarland fördert den Totholzanteil im Wald durch:
das Dicke Buchen-Programm , das Verbot, stehendes oder liegendes Totholz zu ernten
(außer es stellt eine Gefahrenquelle dar), die Auflage, stärkeres Holz aus Holzhieben verrotten zu lassen
und das Verbot, Hiebreste unter 10 cm Durchmesser auf zu arbeiten.