

Erlebnispfad - Wald
(grüner Weg) 4,3km
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Fichte oder Tanne?
Die immergrüne Fichte bildet geradschaftige schlanke Stämme.
Eine Höhe bis 30 m gilt als nor mal, aber auch Höhen von mehr als 50 m sind keine Seltenheit.
Sie können bis zu 600 Jahre alt werden. Gesunde Fichten besitzen eine regelmäßige
spitz-kegelförmige Krone.
Die Zweige der Fichte sind besetzt mit grünen, vier kantigen Nadeln, die auf höckerigen Blattkissen sitzen.
Ein entnadelter Zweig erinnert an das Aussehen einer Feile. Im April / Mai zeigen sich am Ende der Triebe
des Vorjahres die aufrecht stehenden purpurroten, mit unter auch grünlichen weiblichen Blüten.
Nach der Befruchtung hängen sie nach unten.
Der Zapfen fällt nach dem Samenausfall als Ganzes zu Boden.
Die erdbeerähnlichen männlichen Blüten sitzen in den Achseln der Nadeln entlang des Zweiges.
Nicht selten färbt ihr gelber Pollen Pfützen, Tümpel und Teiche schwefelgelb.
Ansprüche und Gefährdungen
Fichten bevorzugen feuchte Luft und frische Böden.
Auf nährstoff-, insbesondere basenreichen Böden leiden sie unter der Rotfäule, einem
holzzerstören den Pilz. Frost schadet ihnen nicht. Auf Hitze und Dürre reagieren sie empfindlich.
Als ausgesprochener Flachwurzler ist sie äußerst anfällig für Windwurf.
Bedeutung im saarländischen Wald
Im Saarland ist sie nur in höheren Lagen sowie auf frischen, gut durchlüfteten Böden
im Buntsandsteinbereich standortgerecht. Auf allen anderen Standorten soll die Fichte zugunsten
heimischer Laubmischwälder zurückgedrängt werden.
Sturm und Borkenkäfer suchen sie in immer
stärkerem Umfang heim und beschleunigen so dieses Vorhaben auf natürliche Weise.
Fichtenholz im Bergbau
Bevor Fichtenholz bricht, ist ein Knistern des Holzes zu hören.
Diese Eigenschaft ließ die Fichte auch zu einem begehrten Grubenholz werden.
Die Bergleute sprachen davon, dass Stempel aus Fichtenholz bei hohem Druck besonders laut stöhnen ,
eine Vorwarnung, die sicherlich vielen Bergleuten das Leben gerettet hat.