

Erlebnispfad - Wald
(grüner Weg) 4,3km
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1988 führte das Saarland die naturnahe Waldwirtschaft flächendeckend als
Bewirtschaftungsform für den Staatswald ein.
Konkrete Maßnahmen
In Altbeständen erfolgt nur noch eine einzelstammweise Nutzung.
Kahlschläge entfallen. Die Pflege von Beständen bezieht sich auf gute Einzelbäume,
nicht mehr auf die gesamte Fläche. Stehendes und liegendes Totholz verbleibt im Wald.
Der Wald soll sich von selbst verjüngen.
Stellt sich über mehrere Jahre keine natürliche Verjüngung ein, kann in geringem Umfang gepflanzt
oder gesät und der Bestand künstlich verjüngt werden.
Auf eine flächige Verjüngungspflege wird verzichtet.
Der Schatten der Altbäume und der natürliche Konkurrenzkampf sollen die Jungpflanzen fördern.
Holz-Rückefahrzeuge fahren nur noch auf den dafür vorgesehenen Gassen.
Der Wildbestand darf ein ökologisch verträgliches Maß nicht überschreiten.
Seit Dezember 2000 ist im Wald jeglicher Einsatz von Schädlings- bekämpfungsmitteln verboten!
Gütesiegel FSC
Die genannten Richtlinien bilden die Grundlage für die Zertifizierung des saarländischen Staatswaldes
nach den Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC).
Vision Artenreichtum
Der Wald der Zukunft setzt sich aus einer Vielzahl verschiedener Baumarten (Mischwald) in allen Altersstufen
zusammen. Seine Artenvielfalt lässt den Wald widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen
und Krankheiten werden. Die Schäden durch Umwelteinflüsse und extreme Wetterlagen
(Sturmwurf) fallen geringer aus.
Die natürlichen Prozesse der Naturverjüngung und der natürlichen Auslese
sowie eine Stärkung der ökologischen Funktionen der Wälder durch Naturschutz,
Luftreinhaltung usw. tragen dazu bei, dass wertvolles Starkholz heranwächst.